Workshops sind Veranstaltungen, bei denen sich kleinere Gruppen mit begrenzter Zeitdauer intensiv mit einem Thema auseinandersetzen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der gemeinsamen Arbeit an einem gemeinsamen Ziel. Wir passen unsere Workshops individuell auf unsere Kunden an. Der heutige Fokus liegt auf einer dreiteiligen Kreativ-Workshop Serie, welche wir bei jls durchführen.

Was sind die Ziele einer Workshop Serie? 

Die Hauptzielsetzung eines Workshops ist die Schärfung der Produktvision. In einer Serie führen wir drei Workshops mit jeweils unterschiedlichen Zielen durch. Mit spezifisch ausgesuchten Methoden erarbeiten wir zusammen mit dem Kunden die Lösung eines bekannten oder auch ungekannten Problemes oder erarbeiten eine gemeinsame Vision.

  • Im ersten Teil des Workshops wollen wir die Ziele und Bedürfnisse des Kunden abholen, wozu wir die momentane Situation analysieren. Besteht z.B. eine aktuelle Lösung untersuchen wir deren Pain Points genauer. Das heisst wir versuchen herauszufinden, wo aktuell der Schuh drückt und wo die aktuelle Lösung Schwachstellen hat. Ausserdem legen wir in einem ersten Austausch einen klaren Fokus auf das Herauskristallisieren der Zielgruppe der Lösung, denn anhand dieser können wir in einem nächsten Schritt fiktive Nutzer, auch Persona genannt, definieren. Diese sollen helfen, den Fokus über die gesamte Workshop-Serie zu halten.
  • Im zweiten Teil des Workshops fokussieren wir uns auf die Customer Journey der definierten Zielgruppe. Wir setzen die Kundenbrille auf und spielen den ganzen Prozess des Kunden durch. So sehen wir aus der Perspektive unserer Personas die Berührungspunkte in der Kundenansprache. Aus der Customer Journey können viele wertvolle Daten und Informationen herausgelesen werden. Um den Kunden zielführend durch seine Reise zu begleiten, werden erste Hauptanwendungsfälle besprochen, definiert und in Form von User Stores festgehalten. Diese dienen später dazu, die Informationsarchitektur zu erstellen und ein funnelbasiertes Modell anzuwenden.
  • Um dem Kunden einen ersten visuellen Eindruck zu ermöglichen, werden erste Konzeptideen und Ansätze skizziert und als Wireframes dargestellt. Parallel dazu werden Ideen und Inspirationen gesammelt, um ein erstes Look&Feel zu erreichen. So kann, sofern dies gewünscht ist, eine Designrichtung definiert werden. Die Phase eignet sich bestens, um erste User Testings durchzuführen.

Zusammenfassend haben wir in einer Workshop-Serie Zeit, eine Vision umfassend zu schärfen. In drei Schritten setzen wir uns detailliert mit Personas und Hauptanwendungsfällen auseinander, erarbeiten gemeinsam die Customer Journey und erstellen schlussendlich erste Design-Ideen, welche einem ersten Test unterzogen werden können. Wir lösen oder erkennen aktuelle Stolpersteine und erarbeiten Schritt für Schitt die optimale kundenfreundliche Lösung.

Was braucht es für die Durchführung?

Für die Durchführung einer Workshop-Serie stellen wir ein kreatives Team mit verschiedenen Ausrichtungen, das den Business Cases kennt und versucht alle Stakeholder seitens Kunde bestmöglich abzuholen.

Vor dem ersten Teil des Workshops bereiten wir passende Methoden vor, um einen interaktiven Austausch sicherzustellen. Dieses Grundgerüst wird dann im Verlauf des Workshops gefüllt und im Anschluss sauber nachbereitet. Nachbereitung heisst Vorbereitung! Anhand der im ersten Teil definierten Ziele und Bedürfnisse bereiten wir verschiedene Personas auf. Mithilfe dieser repräsentativen Personas wird die gesamte Customer Journey durchgespielt und somit spezifische Probleme (= Paint Points) und Chancen erkannt. Alle gesammelten Erkenntnisse werden verarbeitet und in erste Designvorschläge und Umsetzungsmöglichkeiten umgewandelt. Der Hauptfokus im Workshop liegt dann auf der Definition der Designrichtung. 

Wie wird ein interaktiver Workshop sichergestellt?

Um die Vorstellung des Kunden abholen zu können ist unser Ziel, einen interaktiven Workshop sicherzustellen. Von unserer Seite übernimmt jeweils eine Person die Aufgabe des Moderators zur Führung durch den Workshop. Diese Person ist verantwortlich für das Zeitmanagement, den strukturierten Ablauf des Gesprächs sowie den gesamten Prozess. Dazu gehört z.B. die Zusammenfassung von Diskussionen und deren Beendigung, wenn der Moment zum Handeln gekommen ist. Dadurch wird eine gute Atmosphäre und somit ein Nährboden für jegliche Ideen geschaffen.

Wie wird auch mein Workshop zum Erfolg?

Mit guter Vorbereitung kreiere ich mir als Interaction Designerin ein eigenes Bild zum spezifischen Kunden und seiner Vision. Ich suche die passenden Methoden und gebe kreative Impulse. Ich versuche eine andere Perspektive einzunehmen und öffne so die Türen für Neues und somit auch für mögliche versteckte Innovationen. In meiner Rolle helfe ich einerseits die Kreativität und Ideenfindung anzuregen und behalte andererseits den Überblick, dass auch wichtige Themen wie die Usability nicht zu kurz kommen. Natürlich sind wir im Workshop auf die Interaktion aller Teilnehmer angewiesen. 

Soll eine Workshop Serie analog oder digital durchgeführt werden? 

In der aktuellen Zeit ist dies natürlich in grosses Thema. Unbestritten ist, dass es einen Unterschied macht, ob der Workshop analog oder digital durchgeführt wird. Für viele Menschen ist es digital einfacher die eigene Meinung zu äussern aufgrund einer gewissen Anonymität. Dies bietet eine neue Chance, denn es ermöglicht das Sammeln von mehreren Inputs gleichzeitig. Zeitgleiche Inputs können in einem analogen Workshop schnell in einem Chaos enden. Im Gegensatz dazu haben wir in einem live Workshop mehr Nähe zum Kunden. Gerade aber in der aktuellen Phase ist es wichtig, eine Strktur zu erarbeiten, damit dies in beiden Formen funktioniert und auch zielführend ist.